DGUV V3 Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen
Hauptverteilung, Unterverteilungen, fest verlegte Stromkreise: Wir prüfen Ihre ortsfesten Anlagen nach DIN VDE 0105-100 – und planen die nötigen Abschaltungen gemeinsam mit Ihrer Instandhaltung.
Für Industrie und Gewerbe in Baden-Württemberg. Sie erhalten ein Prüfprotokoll, das jedem Stromkreis Messwert und Bewertung zuordnet – keine Pauschalaussagen.
Auf einen Blick
- Normbasis
- DIN VDE 0105-100 (wiederkehrende Prüfung), DGUV Vorschrift 3
- Prüfer
- TÜV SÜD-zertifizierte befähigte Person, kalibrierte Fluke-Messtechnik
- Betriebsunterbrechung
- Teilabschaltungen je Verteilung, geplant mit Ihrer Instandhaltung
- Ergebnis
- Prüfprotokoll mit Messwerten je Stromkreis und Mängelliste mit Einstufung
Was zählt zu den ortsfesten Anlagen?
Ortsfest ist alles, was fest verlegt oder fest angeschlossen ist. In den meisten Betrieben heißt das: die komplette Elektroinstallation von der Niederspannungshauptverteilung bis zur letzten Steckdose – plus fest angeschlossene Verbraucher wie Tor-, Lüftungs- oder Hebeanlagen.
Geräte mit Stecker sind ortsveränderliche Betriebsmittel und laufen über ein eigenes Prüfverfahren – den Überblick dazu finden Sie auf der Seite DGUV V3 Prüfung.
| Anlagenteil | Typische Prüfpunkte |
|---|---|
| Haupt- und Unterverteilungen | Zustand, Schutzorgane, Kennzeichnung, Anschlussqualität, Berührungsschutz |
| Fest verlegte Leitungen und Stromkreise | Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, Zuordnung und Absicherung |
| Steckdosen-Stromkreise | Schutzleiterverbindung, Abschaltbedingungen, RCD-Auslösung |
| Beleuchtungsanlagen | Befestigung, Anschluss, Schutzart, Funktion |
| Fest angeschlossene Verbraucher (Tor-, Lüftungs-, Hebeanlagen) | Anschluss, Schutzleiter, Funktion der Schutzeinrichtungen |
Abgrenzung: Fest angeschlossene Maschinen mit eigener Steuerung prüfen wir nicht über diese Seite, sondern nach DIN EN 60204-1 – zur Maschinenprüfung.
Welche Messungen umfasst die Prüfung?
DIN VDE 0105-100 gliedert die wiederkehrende Prüfung in Besichtigen, Erproben und Messen. Konkret heißt das:
| Prüfschritt | Welche Frage er beantwortet |
|---|---|
| Sichtprüfung | Zustand von Verteilungen, Kennzeichnung, Anschlüssen und Schutzarten – der Teil, bei dem erfahrungsgemäß die meisten Mängel auffallen. |
| Schutzleiter-Durchgängigkeit | Ist der Schutzleiter an jedem geprüften Punkt niederohmig angebunden? |
| Isolationswiderstand | Sind Leitungen und Anlagenteile gegeneinander und gegen Erde ausreichend isoliert? |
| Schleifenimpedanz | Schaltet die vorgelagerte Schutzeinrichtung im Fehlerfall schnell genug ab? |
| RCD-Prüfung | Lösen Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen innerhalb der Grenzwerte aus (Auslösezeit und Auslösestrom)? |
Ein Teil dieser Prüfschritte ist bei laufender Anlage möglich; Isolationsmessungen brauchen spannungsfreie Stromkreise. Genau deshalb steht bei uns die Abschaltplanung am Anfang des Projekts – nicht erst am Prüftag.
Wie läuft die Prüfung ab – ohne die Produktion lahmzulegen?
Der kritische Punkt bei ortsfesten Anlagen ist selten die Messung. Es ist die Frage, wann welcher Anlagenteil spannungsfrei sein darf. Darum beginnt unser Ablauf mit der Planung der Betriebsunterbrechung.
Bestandsaufnahme
Dokumentation sichten, Umfang festlegen
Wir sichten Verteilerpläne, Stromlaufpläne und vorhandene Prüfprotokolle. Daraus ergibt sich der Prüfumfang – und das Festpreis-Angebot.
Abschaltplanung
Betriebsunterbrechung minimieren
Gemeinsam mit Ihrer Instandhaltung legen wir fest, welche Stromkreise wann spannungsfrei geschaltet werden: Teilabschaltungen je Verteilung, Randzeiten, Wochenende. Ihre Produktion bestimmt den Takt, nicht der Prüfer.
Durchführung
Besichtigen, Erproben, Messen
Prüfung nach DIN VDE 0105-100 mit kalibrierten Fluke-Messgeräten. Jeder Messwert wird dem Stromkreis zugeordnet – nicht nur pauschal abgehakt.
Prüfprotokoll und Mängelbewertung
Nachvollziehbar dokumentiert
Sie erhalten das vollständige Protokoll mit Messwerten, Sichtbefunden und einer Mängelliste, eingestuft nach Dringlichkeit.
Wiedervorlage
Fristen im Blick
Wir empfehlen die nächste Prüffrist auf Basis von Gefährdungsbeurteilung und Umgebung. Mit dem Prüfabo überwachen wir Ihre Prüffristen, melden uns rechtzeitig zur Wiederholungsprüfung und führen Ihr Protokoll-Archiv.
Was steht im Prüfprotokoll?
Das Protokoll ist der eigentliche Gegenwert der Prüfung: Ihr Nachweis gegenüber Berufsgenossenschaft und Versicherer – und die Arbeitsgrundlage für Ihre Instandhaltung. Bei uns enthält es immer:
- Anlagen- und Verteilerbezeichnung mit eindeutiger Zuordnung – auch für den, der das Protokoll in vier Jahren liest
- Prüfumfang und angewandte Normen (DIN VDE 0105-100, DGUV Vorschrift 3)
- Messwerte je Stromkreis mit Bezug zum jeweiligen Grenzwert – Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, RCD-Auslösewerte
- Sichtprüfungsbefunde mit Ort und Beschreibung
- Mängelliste mit Einstufung nach Dringlichkeit und konkreter Empfehlung
- Eingesetzte Messgeräte mit Kalibriernachweis
- Prüfer mit Qualifikation, Prüfdatum und Empfehlung zur nächsten Prüffrist
Fehlt Bestandsdokumentation, dokumentieren wir auch das – als Grundlage, um die Lücken bis zur nächsten Prüfung zu schließen. Sie übernehmen gerade einen Prüfbestand von einem Dienstleister, der aufhört? So läuft die Prüfbestand-Übernahme.
Wie oft müssen ortsfeste Anlagen geprüft werden?
Prüffrist ortsfeste Anlagen: Richtwert 4 Jahre nach TRBS 1201 – abhängig von Gefährdungsbeurteilung und Umgebung.
| Umgebung | Richtwert |
|---|---|
| Normale Betriebsstätten (Büro, trockene Produktion) | 4 Jahre |
| Betriebsstätten besonderer Art (feuchte Räume, korrosive Umgebung, Baustellenbedingungen) | 1 Jahr |
Verbindlich ist die Frist aus Ihrer Gefährdungsbeurteilung – die Tabelle liefert Richtwerte, keine Zusage. Die vollständige Orientierung nach Gerätekategorie und Umgebung finden Sie in unserer Prüffristen-Referenz.
Konditionen
Festpreis-Angebot nach Besichtigung bzw. Bestandsaufnahme – keine versteckten Posten.
Eine seriöse Aufwandsschätzung braucht den Blick auf die Anlage: 20 Verteilungen in einem zugänglichen Technikraum sind ein anderer Auftrag als dieselben 20 hinter Verkleidungen in laufender Produktion. Den Aufwand bestimmen vor allem:
- Anzahl der Verteilungen und Stromkreise
- Zugänglichkeit der Anlagenteile (Montagesituation, Höhe, Verkleidungen)
- Stand der Anlagendokumentation
- Mögliche Abschaltfenster und Termintakt
Häufige Fragen zur Prüfung ortsfester Anlagen
Was zählt bei der DGUV V3 Prüfung zu den ortsfesten Anlagen?
Ortsfest ist alles, was fest verlegt oder fest angeschlossen ist: Haupt- und Unterverteilungen, fest verlegte Stromkreise, Steckdosen, Beleuchtungsanlagen und fest angeschlossene Verbraucher wie Tor- oder Lüftungsanlagen. Geräte mit Stecker gelten als ortsveränderliche Betriebsmittel und werden nach einem eigenen Verfahren geprüft. Maschinen mit eigener Steuerung prüfen wir gesondert nach DIN EN 60204-1.
Muss die Produktion für die Prüfung abgeschaltet werden?
Nicht komplett. Die Sichtprüfung und ein Teil der Messungen sind bei laufender Anlage möglich; für Isolationsmessungen brauchen einzelne Stromkreise ein spannungsfreies Fenster. Wir planen Teilabschaltungen je Verteilung und legen sie in Randzeiten oder auf das Wochenende – abgestimmt mit Ihrer Instandhaltung.
Nach welcher Norm werden ortsfeste Anlagen geprüft?
Wiederkehrende Prüfungen laufen nach DIN VDE 0105-100, dem Regelwerk für den Betrieb elektrischer Anlagen. Für Erst- und Änderungsprüfungen nach Errichtung oder Umbau gilt DIN VDE 0100-600. Die Prüffristen selbst ergeben sich aus Ihrer Gefährdungsbeurteilung, mit Richtwerten aus DGUV Vorschrift 3 und TRBS 1201.
Welche Unterlagen sollten für die Prüfung vorliegen?
Hilfreich sind Verteilerpläne, Stromlaufpläne und die Protokolle der letzten Prüfung. Fehlende Dokumentation ist kein Ausschlusskriterium: Wir prüfen trotzdem und halten die Lücken im Protokoll fest, damit sie bis zur nächsten Prüfung geschlossen werden können.
Was passiert, wenn bei der Prüfung Mängel festgestellt werden?
Jeder Mangel steht im Protokoll, eingestuft nach Dringlichkeit und mit einer konkreten Empfehlung zur Behebung. Sie entscheiden, wer die Mängel behebt; auf Wunsch koordinieren wir die Nachprüfung der betroffenen Punkte.
Wer darf ortsfeste elektrische Anlagen prüfen?
Zur Prüfung befähigte Personen nach TRBS 1203 – Elektrofachkräfte mit einschlägiger Ausbildung, Berufserfahrung und aktueller Prüfpraxis. Bei uns prüft eine TÜV SÜD-zertifizierte befähigte Person, ausschließlich mit kalibrierter Fluke-Messtechnik.
Was kostet die Prüfung ortsfester Anlagen?
Das hängt von der Anzahl der Verteilungen und Stromkreise, der Zugänglichkeit, dem Stand der Dokumentation und den möglichen Abschaltfenstern ab. Deshalb nennen wir keine Pauschalen: Sie erhalten ein Festpreis-Angebot nach Besichtigung bzw. Bestandsaufnahme – keine versteckten Posten.
Prüfung ortsfester Anlagen anfragen
Auf der Prüfanfrage-Seite ist der Bereich Ortsfeste Anlagen bereits vorausgewählt: Anzahl der Verteilungen, Anlagenumfang und mögliches Abschaltfenster genügen für die erste Einschätzung. Geräte, Gebäudetechnik oder PV lassen sich in derselben Anfrage ergänzen.
Festpreis-Angebot nach Bestandsaufnahme, Rückmeldung an Werktagen innerhalb von 24 Stunden.
Oder per E-Mail an info@ama-systems.eu
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