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AMA SYSTEMS
Dienstleistungen/SPS-Retrofit & Modernisierung

Steuerung modernisieren, bevor sie zum Risiko wird.

S7-300/400 → S7-1500 · TIA Portal · HMI/WinCC · Safety

Die S7-300 ist im Produktauslauf, die S7-400 folgt. Wir migrieren Ihre Steuerung geplant: Programm vorab umgesetzt und getestet, Umschaltung im vereinbarten Stillstandsfenster, Rückfallebene definiert.

Für Industrie und Gewerbe in Baden-Württemberg. Grundlage jedes Angebots: eine Bestandsaufnahme Ihrer Anlage.

Siemens SITRAIN: TIA Portal & SIMATIC SafetyRückfallebene bei jeder Umschaltung

Wie steht es um den Lebenszyklus Ihrer S7-300/400?

Kein Grund zur Panik – aber ein Datum im Kalender. Bestandsanlagen laufen weiter; was sich ändert, ist die Ersatzteillage im Fehlerfall. Die Fakten:

MeilensteinTerminKonsequenz für Betreiber
Produktauslauf-Ankündigung SIMATIC S7-300 / ET 200M (PM400)01.10.2023Beginn der 10-Jahres-Ersatzteilfrist. Neuprojektierungen auf S7-300-Basis sind seitdem nicht mehr sinnvoll.
Typstreichung SIMATIC S7-300 / ET 200M (PM410)01.10.2025Betroffene Baugruppen sind regulär nicht mehr bestellbar und nur noch im Ersatzteilstatus erhältlich – die Lieferung kann eingeschränkt sein und bei einzelnen Bestellnummern als Reparatur- oder Austauschteil erfolgen.
Ende der Ersatzteilversorgung S7-300geplant bis 01.10.2033Einzelne Komponenten können früher enden – der aktuelle Status je Bestellnummer steht im Siemens-Lifecycle (SiePortal). Danach bleiben Restbestände und Gebrauchtmarkt.
SIMATIC S7-400Status je BestellnummerEinzelne Bestellnummern sind in unterschiedlichen Lifecycle-Phasen; die H/FH-Systeme positioniert Siemens weiterhin mit Verfügbarkeit über 2035 hinaus. Konkrete MLFB im Siemens-Lifecycle-Status prüfen.
STEP 7 Classic (V5.x)Aktuelle Classic-Hauptversion: V5.7Funktionale Weiterentwicklung findet im TIA Portal statt; Classic wird über Service Packs gepflegt. Know-how für Classic-Systeme wird knapper.

Stand: 2026. Maßgeblich sind die Siemens-Produktmitteilungen (PM400/PM410) zu Ihren konkreten Bestellnummern – wir prüfen das in der Bestandsaufnahme pro Baugruppe.

Das operative Risiko ist nicht der Stichtag, sondern der Fehlerfall danach: Beschaffungszeit und Preis einer gebrauchten CPU, Reparaturdauer einer Baugruppe im Austauschverfahren – und die Frage, wer das STEP-7-Classic-Projekt dann noch sicher anfassen kann.

Wer Ersatzteile vorhält und saubere Dokumentation hat, kann den Weiterbetrieb bewusst planen. Wer beides nicht hat, sollte den Zustand kennen, bevor die Anlage ihn erzwingt.

Welche Migrationspfade gibt es?

Drei Baustellen, die zusammengehören: Steuerung, Bedienung, Sicherheitstechnik. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von Anlage und Restlaufzeit ab.

S7-300/400 → S7-1500 im TIA Portal

  • Programmumsetzung mit dem TIA-Migrationswerkzeug plus manueller Nacharbeit – absolute Adressen, Alt-Bibliotheken und undokumentierte Änderungen werden dabei sichtbar.
  • Zentrale Peripherie wird auf ET 200MP oder ET 200SP umgesetzt.
  • Bestehende PROFIBUS-Peripherie kann über das Kommunikationsmodul CM 1542-5 an der S7-1500 übergangsweise weiterlaufen – sofern DP-Betriebsart, Slave-Kompatibilität, Mengengerüst und Diagnoseabbildung passen. Das prüfen wir in der Bestandsaufnahme; die Migration lässt sich dadurch stufen.

HMI: WinCC flexible & Panel-Generationen

  • Abgekündigte OP-/TP-Panels und WinCC-flexible-Projekte werden auf aktuelle Panels bzw. WinCC im TIA Portal migriert.
  • Die Projektübernahme ist je nach Quellversion nur teilweise automatisiert – Variablenhaushalt, Meldungen und Rezepturen werden geprüft und nachgezogen.
  • Das Bedienkonzept bleibt erhalten, wo es sich bewährt hat – kein Redesign um des Redesigns willen.

Safety: von verdrahtet zu STEP 7 Safety

  • Verdrahtete Sicherheitstechnik oder S7 Distributed Safety wird auf STEP 7 Safety mit F-CPU (z. B. S7-1500F) umgesetzt.
  • Sicherheitsfunktionen werden dokumentiert programmiert und mit protokolliertem Funktionstest abgenommen.
  • Die Frage der wesentlichen Veränderung klären wir mit Ihnen vor Projektstart als Screening – die verbindliche Einstufung bleibt beim Betreiber bzw. Umbauenden. Beeinflusst der Umbau die Sicherheit, ist vor der nächsten Verwendung eine Prüfung nach § 14 Abs. 3 BetrSichV nötig; DIN EN 60204-1 kann dafür die Prüfgrundlage sein.

Qualifikation: Siemens SITRAIN (SIMATIC Programmieren 1+2 im TIA Portal, SIMATIC Safety) · Werkzeuge: TIA Portal, STEP 7, Indu-Sol-Busanalyse

Leistungsprofil SPS-Programmierung

Wie läuft eine Migration ab?

Von der kostenfreien Vorprüfung bis zur dokumentierten Übergabe – mit der Bestandsaufnahme als Fundament.

1

Technische Vorprüfung

Kostenfrei, remote

Sie schicken uns CPU-Typ, HMI, Baujahr und Doku-Stand über das Formular. Wir bewerten die Migrationsfähigkeit und melden uns mit einer ersten Einschätzung und den offenen Punkten.

2

Bestandsaufnahme vor Ort

Kostenpflichtig – eigenständige Leistung

Hardware-Aufnahme, Sicherung und Analyse des Programmstands, Schnittstellen zu HMI, Antrieben und Fremdsystemen, Safety-Funktionen, Doku-Lücken. Ergebnis: dokumentierter Ist-Stand mit Risikoliste – verwertbar auch ohne Folgeauftrag.

3

Migrationskonzept & Festpreis-Angebot

Auf Basis der Bestandsaufnahme

Zielarchitektur (CPU, Peripherie, HMI, Safety), Stufenplan, Stillstandsplanung und Rückfallebene. Erst auf dieser Grundlage ist ein seriöses Festpreis-Angebot möglich.

4

Vorbereitung & Umbau

Im geplanten Stillstandsfenster

Programm-Migration und Tests laufen vorab, die Hardware wird vorkonfektioniert. Der Umbau selbst findet im vereinbarten Stillstandsfenster statt.

5

Inbetriebnahme & Übergabe

Dokumentiert

Funktionstests inklusive Safety-Funktionsprüfung, Einweisung Ihrer Instandhaltung, Übergabe von Projektsicherung und Dokumentation.

Warum keine Pauschalpreise vorab? Eine undokumentierte Altanlage lässt sich seriös nicht pauschal anbieten – zu viel hängt an Programmstand, Schnittstellen und Safety-Umfang. Deshalb steht die Bestandsaufnahme vor jedem Festpreis.

Wie kontrollieren wir das Stillstandsrisiko?

Ein Retrofit scheitert selten an der neuen CPU – sondern an fehlenden Sicherungen, unklaren Fenstern und fehlendem Plan B. Alle drei sind bei uns Standard.

Backups vor jedem Eingriff

SPS-Programm, Hardware-Konfiguration, HMI-Projekt und Antriebsparameter werden gesichert und versioniert – auch von der Altanlage, bevor irgendetwas umgebaut wird. Die Sicherungen erhalten Sie.

Geplantes Stillstandsfenster

Umgestellt wird im vereinbarten Fenster – Wochenende, Betriebsferien oder geplanter Anlagenstopp. Die Umschaltung beginnt erst, wenn Hardware, Programmstand und Tests vorbereitet sind.

Definierte Rückfallebene

Die Altsteuerung bleibt bis zur Abnahme rückbaufähig. Es gibt einen festgelegten Punkt, an dem zurückgeschaltet werden kann – statt in die laufende Produktion hinein zu improvisieren.

Retrofit heute planen heißt: MVO 2027 mitdenken

Ab dem 20. Januar 2027 gilt die neue Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 – und mit ihr steht die „wesentliche Veränderung" erstmals unmittelbar im EU-Recht. Wer eine Maschine so umbaut, dass neue Gefährdungen entstehen oder Risiken steigen, übernimmt Herstellerpflichten für die veränderte Maschine.

Für Retrofit-Projekte, die über den Stichtag hinauslaufen, gehört diese Frage in die Planung, nicht in die Nacharbeit: Ein 1:1-Steuerungstausch ist anders zu bewerten als ein Umbau mit Funktions- oder Leistungsänderung. Wir dokumentieren die Migration so, dass Ihre Bewertung darauf aufbauen kann – Risikobezug, Prüfung, Nachweis-Doku.

Vorbereitung auf die MVO: Gap-Analyse, Prüfung nach DIN EN 60204-1 und Doku-Check als eigene Leistung.

Fit für die neue Maschinenverordnung

Konditionen

Technische Vorprüfung: kostenfrei – Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung, ob und wie sich die Migration lohnt.

Bestandsaufnahme: kostenpflichtig, als eigenständige Leistung mit dokumentiertem Ergebnis. Das Dokument gehört Ihnen – auch wenn Sie danach nicht mit uns migrieren.

Für die Migration gilt: Festpreis-Angebot nach Besichtigung bzw. Bestandsaufnahme – keine versteckten Posten.

Migration technisch vorprüfen

Schicken Sie uns die Eckdaten Ihrer Steuerung. Wir bewerten die Migrationsfähigkeit und melden uns mit einer ersten technischen Einschätzung – kostenfrei und ohne Verpflichtung.

Erste Einschätzung durch einen SPS-Techniker
Konkrete offene Punkte statt Verkaufsgespräch
Auf Wunsch: Termin für die Bestandsaufnahme
Dokumentation vorhanden? *

Ausschließlich für Industrie, Gewerbe und Elektrobetriebe.

Häufige Fragen zum SPS-Retrofit

Muss die komplette Anlage auf einmal migriert werden?

Nein. Je nach Topologie lässt sich die Migration stufen: erst CPU und zentrale Peripherie, während dezentrale PROFIBUS-Stationen übergangsweise am DP-Modul der neuen Steuerung weiterlaufen. Ob das bei Ihrer Anlage geht, klärt die Bestandsaufnahme.

Kann das alte Programm 1:1 übernommen werden?

Nicht 1:1. Das TIA-Migrationswerkzeug übernimmt viel, aber absolute Adressierung, alte Bibliotheksbausteine und undokumentierte Änderungen erfordern Nacharbeit und Funktionstests. Genau dafür sichern und analysieren wir den Programmstand in der Bestandsaufnahme.

Wie lange steht die Produktion während der Umstellung?

Das hängt vom Umfang ab – eine pauschale Zusage ohne Bestandsaufnahme wäre unseriös. Unser Ansatz: alles Testbare vorab erledigen, Hardware vorkonfektionieren und die Umschaltung in ein geplantes Stillstandsfenster legen, mit definierter Rückfallebene.

Warum ist die Bestandsaufnahme kostenpflichtig?

Weil sie eine eigenständige Ingenieurleistung mit verwertbarem Ergebnis ist: dokumentierter Ist-Stand, Risikoliste, Migrationskonzept. Damit können Sie auch jeden anderen Anbieter vergleichbar anfragen. Ein belastbares Festpreis-Angebot für eine undokumentierte Altanlage gibt es ohne Bestandsaufnahme nicht.

Kann die S7-300 nicht einfach weiterlaufen?

Doch – Bestandsanlagen dürfen und können weiterlaufen. Das Risiko liegt in der Beschaffung: Ersatzbaugruppen kommen zunehmend aus Reparaturtausch und Gebrauchtmarkt, Lieferzeiten und Preise streuen stark. Mit Ersatzteil-Vorhaltung und sauberer Doku ist Weiterbetrieb eine legitime Übergangsstrategie – die Bestandsaufnahme zeigt, wie lange sie trägt.

Übernehmen Sie auch die Safety-Migration?

Ja. Fehlersichere Steuerungen programmieren wir mit STEP 7 Safety im TIA Portal (Siemens-SITRAIN-zertifiziert). Sicherheitsfunktionen werden dokumentiert umgesetzt und mit protokolliertem Funktionstest abgenommen. Ob die Modernisierung eine wesentliche Veränderung der Maschine darstellt, klären wir vor Projektstart.